kraft shdl
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In den letzten Wochen und Tagen habe ich mich intensiv mit Telezoom –Objektiven beschäftigt. In meinem Fotorucksack ist bei einer Brennweite von 300 mm Schluss und besonders Lichtstark ist die Scherbe auch nicht. Ich liebäugelte mit einem 150 – 600 mm Zoomobjektiv. Den Hersteller nenne ich mal nicht, nur so viel, es war nicht von Canon.

Die Bewertungen waren durchweg positiv und ich kam an ein Objektiv, um es mal auszuprobieren. Die Vorfreude war groß, das Wetter passte und ich machte mich bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein nach draußen um ein bisschen zu fotografieren. Immer mit den verschiedenen Brennweiten und auf den ersten Blick am Display war auch alles prima. Allerdings hatte ich irgendwie schon bei den Aufnahmen das Gefühl, dass der Schärfepunkt nicht saß. Und zu Hause am Rechner kam dann die Enttäuschung. Eigentlich war es immer so, dass nie der Bereich scharf war, der es eigentlich sein sollte. Die Bilder wirkten flau und immer einen Tick unscharf – auch das Nachschärfen in Camera-Raw half nichts.

Ich probierte es dann noch mal mit kleinerer Blendenöffnung, dem Stativ und Fernauslöser, doch die Ergebnisse waren für mich nicht brauchbar und ich war gar nicht zufrieden. Die Linse geht also wieder zurück und ich schaue mich weiter um. Testbilder kann ich nicht hier zeigen, weil ich mich so geärgert habe, dass ich sie gleich von der Platte geworfen habe.

Doch nicht nur das Ergebnis hat mich enttäuscht auch einiges an der Handhabung störte mich. Ich trage die Kamera mit einem speziellen Gurt um die Schultern und an der Hüfte. Die Kamera hängt dann mit der Unterseite nach oben und die Objektivöffnung zeigt nach hinten. Dabei verstellte ich aber permanent die kleinen Schiebeschalter am Objektiv. Das war extrem blöd, weil ich so auch mehrmals ohne Autofokus fotografierte und ehe ich es bemerkte waren meine Motive, meistens Vögel, schon über alle Berge geflattert.

Und wieder einmal zeigt sich: Man darf und sollte sich nicht auf die Bewertungen im Internet verlassen. Das gilt in beide Richtungen. Es ist oftmals besser, man macht sich ein eigenes Bild – handelt es sich doch oft auch um subjektive Empfindungen. Aber die Bewertungen helfen auf jeden Fall dabei, eine Idee zu bekommen – auch wenn die manchmal weit neben der (empfundenen) Realität liegt

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