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Früher kam auch ein Schrotthändler über die Dörfer gefahren. Immer derselbe und auch nicht jede Woche. Man kannte sich und bei Gelegenheit unterhielt man sich auch mal. Die Leute sammelten ihr Metall im Keller zum Beispiel Bleihaltige Banderolen um Weinflaschen oder andere Sachen aus Metall. Und wenn der Schrotthändler durch die Straße fuhr hielt man ihn an. Wenn man besonders „wertvolle“ Sachen hatte gab es auch mal einen Groschen (10 Pfennig etwa 5Cent) oder einen fünfziger und man freute sich darüber.

Heute kommen die Schrotthändler fast jeden Tag angefahren. Nicht nur einer sondern mehrere. Und wenn man mal größere Teile hat und fragt, ob man was bekommt, wird meistens erwidert: „Eigentlich müsstest Du für die Entsorgung zahlen“. Aber irgendwie ist die Versorgung in unserer Straße in dieser Woche abgerissen. Beim Nachbarn stand mehrere Tage ein alter Grill zum Abholen bereit. Und bei uns eine Kiste mit einer alten Pfanne und einigen Profilresten. Seit gestern Nachmittag und was soll ich sagen? Als ich heute früh vor die Türe trat waren sie immer noch da.

SchrottNochDa