NaseJeder kennt vermutlich das Phänomen, dass die Nase anfängt zu tropfen wenn es draußen sehr kalt ist. Man spricht dann vom sogenannten Kälteschnupfen. Durch Anschwellen der Nasenschleimhäute und Erhöhung der Sekretproduktion versucht der Körper die Luft aufzuwärmen. Wenn man dann wieder im Warmen ist, löst sich das Problem meist schnell von alleine.

Natürlich läuft die Nase manchmal auch bei einem grippalen Infekt sehr stark und man kommt mit dem Putzen nicht nach. Keine große Sache – eigentlich.Neulich beim Metzger überkam mich allerdings etwas der Würgereiz. Die Fleischereifachverkäuferin hatte offensichtlich Schnupfen. Wenigstens lies das laute Hochziehen des Nasenschleims dies vermuten. Weil vor mir ein junger Mann Frühstück für eine größere Firma holte, hatte ich auch länger Zeit das Schauspiel zu beobachten. Immer wieder bildete sich ein Tropfen an der Nasenspitze der jungen Frau. Immer wieder wurde er kurz vor dem Fallen nach innen gezogen oder mit dem Ärmel weggewischt. Wirklich immer? Ich will gar nicht darüber nachdenken!

Als ich an der Reihe war, bestellte ich meine zwei belegten Frühstücksbrötchen und versuchte genau die Nasentropfen zu beobachten. Soweit ich es beurteilen kann, fiel nichts davon auf meine Brötchen. Trotzdem überkam mich beim Essen ein mulmiges Gefühl, um nicht vom Würgereiz zu sprechen.

 

Nennt mich empfindlich aber ich finde es gibt Berufe, bei denen man mit einer so starken Erkältung nicht an die Arbeit gehen sollte und alles was mit der Zubereitung oder dem Verkauf von offenen Lebensmitteln zu tun hat, gehört für mich dazu. Es würde aus meiner Sicht ja schon reichen, wenn wir es den Asiaten gleichtun und in einem Krankheitsfall einen Mundschutz tragen würden. Denn wer es noch nicht wusste, der Mundschutz wird in vielen asiatischen Ländern  nicht aus Angst vor eigener Ansteckung getragen sondern zum Schutz um andere nicht anzustecken getragen. Eigentlich eine Lobenswerte Eigenschaft.