ZuHeissVersteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Sonne, den Sommer und hohe Temperaturen. Allerdings zerrt die aktuelle Hitzewelle auch ein wenig an meinen Nerven. Zum Beispiel, wenn sich wegen der Hitze die Dehnungsfuge auf der Autobahn verflüssigt und ich doppelt so lang wie üblich zur Arbeit brauche. Oder wenn an der Arbeit die Unterarme am Schreibtisch festkleben, die Luft steht und wegen der großen Fensterfront das Gehirn langsam weich gekocht wird. Da ist es schön, wenn man zum Feierabend nach Hause in das kühle Eigenheim kommt und sich bequeme und leichte Kleidung anziehen kann.

Leider kam es gestern aber ganz anders.

Als ich die Haustüre aufgeschlossen hatte und durch den Windfang getreten war empfing mich nicht die angenehme Kühle sondern ziemlich warme Luft. Zunächst dachte ich an einen Kellerbrand oder ähnliches. Das Küchenthermometer zeigte über 27°. Schnell wurde klar, was der Grund dafür war. Der Kleine war alleine zu Hause und hatte, wie er es mal gelernt hat, alle Rollläden hochgezogen. Und damit auch sicher gestellt ist, dass es richtig warm wird, hat er auf der Sonnenseite auch noch das Fenster von der Nacht offen stehen gelassen. Das führte dann gestern Abend zu dem Phänomen, dass er drinnen und draußen erst gleich warm und später drinnen sogar wärmer als draußen war. Gestern war also insgesamt wenig Erfrischung.

DrinnenWieDraußen

Überhaupt finde ich, dass man einigen Mitbürgern die wochenlange Belastung durch die Hitze so langsam anmerkt. Die Stimmung ist angespannt, viele gehen beim kleinsten Anlass unter die Decke und weil mit zunehmender Hitze scheinbar das Denken schwerer fällt legen einige doch merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag. Aber da müssen wir jetzt alle durch.