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Zugegeben, ich bin kein Freund des Zugfahrens. Als ich die Woche über in Frankfurt lebte bin ich montags immer mit dem Zug angereist und freitags wieder zurück. Das ging auch immer ganz gut, erreichte ich meine Arbeitsstelle von meinem kleinen Appartement ganz bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch irgendwann begann die EXPO in Hannover und die Züge waren immer dermaßen überfüllt, dass es ein kraus war. Also stieg ich auf die Anreise mit dem Auto um, auch, wenn dieses in der ganzen Woche nicht mehr bewegt wurde.

Vor einigen Monaten waren wir dann mal dienstlich bei einem Kunden, der kaufmännische Kollege fuhr nach einem Tag schon wieder nach Hause, ich blieb für den Rest der Woche und trat die Heimreise mit dem Zug an. Es war zwar ein ICE aber die Strecke führte irgendwie quer durch Schwaben und wir warenziemlich langsam unterwegs. Außerdem war im Zug viel Lärm und ich konnte mich nicht auf die Arbeit konzentrieren, so dass ich die Zeit, aus dem Fenster blickend, verstreichen ließ.

Zu unserer Wochenendreise nach Berlin traten wir auch mit dem Zug an. Es fing schon in Kassel damit an, dass die Straße vor dem Bahnhof Wilhelmshöhe eine große Baustelle hatte und es uns partout nicht gelingen wollte, den Parkplatz z erreichen. Letztlich fanden wir einen Parkplatz auf einem kleinen Platz in der Nähe auf dem wir auch das ganze Wochenende stehen konnten. Aber mit dem mehrmaligen an dem Bahnhof vorbei fahren hatten wir schon einige Zeit verschwendet. Da wäre es hilfreich, wenn die Bahn beim Fahrkartenverkauf mit Startpunkt von solchen Bahnhöfen auf die möglichen Verkehrsstörungen hinweisen würde. Dann hatte der IC Verspätung und in Hannover erreichten wir den Anschlusszug nur, weil dieser auch verspätet war und die Schaffnerin dieses Zuges uns heran rennen sah und wartete so lange es ging.

Diese Begleitumstände vermiesen mir das Bahnfahren schon ziemlich, auch wenn die eigentliche Fahrt dann schon entspannender ist. Wobei das aber auch von den Mitreisenden in unmittelbarer Umgebung abhängt.