Man merkt deutlich, dass heute Montag ist. Ich versuche einen Linked Server auf ein Laufwerk anzulegen. Nichts gelingt, einige Sachen habe ich schon ausprobiert, verschiedene Datenzugriffskomponenten installiert und den Server neu gestartet. Doch egal was ich mache – keine Änderung bei der Angezeigten Fehlermeldung.

Plötzlich fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: Ich installiere die Komponenten lokal auf meinem Entwicklungsrechner und teste es dann auf einem anderen Testserver. Fast drei Stunden für den A….

Jetzt teste ich es auf meinem lokalen Entwicklungsserver und siehe da, ich komme weiter und man merkt auch, wenn ich etwas an der Konfiguration ändere.
Montag

Die Sicherheit von Serversystemen ist ein wichtiges Thema und darf nicht vernachlässigt werden. Was sich allerdings ein Mitarbeiter der OI-Abteilung denkt, wenn er einen solchen Satz in einer Mail schreibt ist mir ein Rätsel:

Serversicherheit

Da hat wohl jemand vergessen, womit das Geld im Unternehmen verdient wird…

Der Umbau dieser Webseite bringt es mit sich, dass ich Module und Menüs anpassen/ergänzen muss. Leider ließ sich meine Installation von joomla! 3.3.6 nicht dazu überreden Änderungen an Modulen oder Menüs zu speichern. Nach dem Klicken auf Speichern tat sich schlichtweg gar nichts.

Leider scheint es sich um einen Bug zu handeln. Mit einem Trick und einer Änderung lässt sich das Problem aber wenigstens umgehen. Änderungen an Modulen lassen sich durch umstellen des Administrator-Templates auf das hathor-Template wieder speichern.

Das hilft bei Menüs oder Menüeinträgen aber leider nicht. Hier kann man durch folgende Änderung in der index.php im Ordner ~\Administrator\templates\isis joomla! dazu bringen, die Änderungen wieder zu speichern (Zeile 3 neu einfügen):

// Add JavaScript Frameworks
JHtml::_('bootstrap.framework');
JHtml::_('behavior.framework', true);

In meiner Schulzeit waren sie eine ganze Zeit in. Sprüche mit denen man die Wertschätzung für einen anderen ausdrücken wollte, z.B.: „Hat jemand die Null gewählt, dass du dich meldest“. Daran musste ich jetzt denken, als mich ein Hilferuf aus der Reparaturabteilung bei einem Kunden erreichte. Obwohl der Teststand die Messwerte liefere würden keine Etiketten mehr ausgedruckt. Ich schaute mir die Sache an. Das System schien korrekt zu laufen und es gab in den Logdateien auch keinen Hinweis auf eine Fehlfunktion. Als ich mir dann allerdings die vom Teststand gelieferten Dateien mit Messwerten ansah fiel sofort auf, dass damit was nicht stimmt.

Null

Die NULL-Werte (\0) gehören da bestimmt nicht hin. Da muss der Lieferant der Teststandsoftware ran.

Als Informatiker und Projektingenieur muss man flexibel sein. So auch am vergangenen Wochenende. Der Kunde setzt einen neuen Prozess in Shanghai auf Natürlich werden wir im Vorfeld nicht darüber informiert. Freitag dann der Anruf, dass die Daten mit Shanghai synchronisiert werden müssen. Also den Prozess gestartet und das Kundenlaptop mit nach Hause genommen. Am Sonntag dann mal nachgesehen und festgestellt, dass die Daten nicht übertragen werden konnten. Also am Sonntagabend eine kleine Nachtschicht eingelegt und alles noch mal von vorne. Um 22:00 Uhr habe ich begonnen und am Montag früh um 4:00 Uhr habe ich die Aktion abgebrochen. Dann konnte ich keine Daten mehr auf den Server in Shanghai bekommen, weil dort schon wieder gearbeitet wurde.
Wartezeit

Das gute an der ganzen Aktion war, dass ich aufgrund der längeren Wartezeiten und der schlechten Serververbindungen nebenbei den Superbowl schauen konnte. Für mich eine Premiere und ich muss sagen, es war sehr unterhaltsam und spannend. Auch wenn man nicht mit den Regeln vertraut ist. Allerdings würde ich dafür nicht extra aufstehen. Der zweite große Pluspunkt dieser Aktion war, dass ich den Tag danach ausschlafen und im Homeoffice arbeiten konnte.

Das ist den meisten jungen Leuten vermutlich nicht klar, wenn sie meinen, der Beruf des Informatikers wäre etwas für sie, weil sie gerne viel Zeit am Computer verbringen. Man muss sehr flexibel sein und man muss auch bereit sein, lange Wartezeiten hinzunehmen. Sei es auf den Compiler, einen Server oder auf eine Rückmeldung vom Kunden. Da ist manchmal Geduld gefragt.