Gestern war es soweit, ich konnte den 42. Tag abhaken. So lange läuft jetzt meine selbstauferlegte Fastenzeit. Seit 42 Tagen habe ich schon nicht mehr in die Schüssel mit Knabbersachen gegriffen. Weder zu Hause, noch auf Geburtstagen. Zugegeben, manchmal fällt es mir schwer, zum Beispiel erst gestern, als auf einem Geburtstag ein Schälchen mit gerösteten Erdnüssen genau vor mir stand. Aber ich konnte widerstehen.

Mit Schokoladen und Süßigkeiten verhält es sich ähnlich. Allerdings ist hier die Versuchung geringer. Wenn ich was Süßes brauche, esse ich ein Nutellabrötchen zum Frühstück. Ungesund? Ja klar, aber das macht mir in dem Fall nichts. Das Glas mit den Gummibärchen an der Arbeit reizt mich nicht mehr.

Auch die Kaffeemaschine lasse ich links liegen. Zu Hause trinke ich am Wochenende mal einen Latte Macchiato. Kaffee aus der großen Tasse mit Zucker nicht mehr. Dafür trinke ich schon an der Arbeit zwei Liter Kräuter- oder Früchtetee. Natürlich ungesüßt. Aber das war vorher auch schon so. Und einen Liter Wasser trinke ich ebenfalls noch im Büro. Neu ist auch, dass ich seit dem ersten Tag morgens Frühstücke. Ich mache mir ein Brot, welches ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit esse und nehme noch etwas Obst mit. Das, und die Flüssigkeit, verhindern den großen Hunger, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme.

Dazu kommt ein Plus an Bewegung. Jeden Tag mindestens 8000 Schritte. Mein wöchentlicher Schnitt liegt meistens sogar über 10000. Dazu habe ich im Januar 20 Wanderungen/ausgiebige Spaziergänge mit insgesamt 115 km absolviert. Und ich muss sagen, man merkt schon was. Die Hosen kneifen nicht mehr so und man sieht auch schon den Gewichtsverlust – ein bisschen. Aber was man sich über Jahre angegessen hat, verliert man nicht von heute auf morgen. Ich muss also weiter am Ball bleiben. In den nächsten Wochen werde ich dann versuchen noch mehr Sport zu etablieren und vielleicht schon ab und an mal wieder joggen oder ins Schwimmbad zu gehen.