20170918 203937Nach einer völlig problemlosen Anreise ohne Stau oder zähfließenden Verkehr erreiche den Frankfurter Flughafen. Wie sich schnell zeigt, bin ich etwas zu früh losgefahren. Weder bei der automatischen Kofferabgabe noch bei der Sicherheitskontrolle ergibt sich eine nennenswerte Verzögerung und ich komme ohne Wartezeiten gut durch. Als ich die Gates erreiche, ist der ganze Bereich wie ausgestorben – Fernflüge starten meistens in den späten Abendstunden und erst nach und nachfüllt sich der Abflugbereich. Ich nutze die Zeit bis zum Boarding für einen kleinen Snack und schreibe mit WhatsApp. Das kostenlose WLAN ist ausreichend aber für Streamingangebote zu sehr eingebremst. So kann ich die Wahlarena mit Schulz leider nicht sehen – ein verkraftbarer Verlust.

Im Anflugbereich gibt es Arbeitsplätze, Ruhesessel, einen „Kino“-Bereich bei dem auf Monitoren Filme gezeigt werden und man kann an mehrere X-Boxen spielen – dafür fehlt mir allerdings die Ruhe.

Durch meinen mehrtägigen Aufenthalt in Belgien bin ich gesundheitlich sehr angeschlagen – ausgerechnet jetzt plagt mich die erste Erkältung des Jahres. Die Nase ist verstopft und der Hals schmerzt. Vermutlich habe ich sogar Fieber. Wenn ich nicht auf die große Reise gegangen wäre, hätte ich vermutlich einige Tage das Bett gehütet. Aber eine solche Dienstreise verschiebt man nicht wegen eines grippalen Infekts. Da muss ich jetzt wohl durch.

 

Das Boarding beginnt relativ pünktlich und auch an der Schlange vor dem Gate bemerkt man, wie groß der A380 ist. Im Flugzeug angekommen ist der Sitzplatz schnell gefunden und die ganze Reihe ist noch leer. Ausgerechnet unter meinem Vordersitz befindet sich eine kleine Box mit einer technischen Vorrichtung. Die Beine kann ich nur ausstrecken, wenn ich die leicht nach rechts lege. Wer das vermeiden will sollte nicht auf den Sitzplatz 89A buchen. Sonst finde ich den Fensterplatz aber ausreichend bemessen. Sowohl nach vorne als auch zur Seite. Der Raum bis zum Fenster ist großzügig und man kann hier gut seine Jacke und das Kissen unterbringen. Beim Schlafen erweist sich das aber leider als nicht so gut, da ich mit dem Kopf die Außenwand fast nicht erreichen kann.

Inzwischen sind meine Reihennachbarn eingetroffen. Zwei junge Männer. Beide nett und eher ruhig. Der Passagier ganz außen geht für ein Auslandssemester nach Australien und macht einen eintägigen Sightseeing-Halt in Singapur. Der Sitznachbar in unserer Mitte ist zweiter Ingenieur auf einem Schiff und wird in Singapur eine längere Seereise beginnen. Bei der kurzen Unterhaltung merke ich, dass ich nicht mehr der Jüngste bin.  Die beiden Männer duzen sich und ich werde erst gesiezt. Das klärt sich aber schnell als ich darum bitte, nicht mit sie angesprochen zu werden.

Gleich nach dem Erreichen der Reiseflughöhe gibt es ein warmes Abendessen. Keine Delikatesse aber man kann es gut essen, zumal ich wegen meiner Erkältung sowieso nur einen eingeschränkten Geschmackssinn habe. Der Flug verläuft absolut ruhig und es gibt nur einmal kurze Turbulenzen, die aber eigentlich nicht erwähnenswert sind. Nur meine Erkältung macht mir zu schaffen. Die trockene Luft schmerzt beim Atmen und ich nehme mehrere Tabletten, die aber auch nicht richtig zu helfen scheinen. Kurz vor der Landung bekommen wir ein Frühstück. Es gibt Rührei mit Cheddar-Käse und Kartoffelspalten. Danach wird ein Einreiseformular verteilt – zusammen mit einem Hinweis, was alles kontrolliert wird und was verboten ist. Aus Sorge vor Problemen lasse ich mein Aspirin komplex an Board – vermutlich völlig unbegründet. Pünktlich landet die Maschine auf dem Flughafen Changi in Singapur und der zweite Reisetag bricht an.

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