Hin und wieder fahren wir zu einem Heimspiel der Eintracht Frankfurt. Meistens mit dem Zug, weil die Zugfahrt in der Eintrittskarte enthalten ist. So auch am vergangenen Samstag. Als wir in den Zug einsteigen ist dieser schon sehr voll. Im Fahrradabteil finden wir noch etwas Platz. Sabine und der kleine sitzen auf einem herunterklappbaren Stuhl und ich stehe. Im Eingang. Mit jeder Station wird der Zug voller. Irgendwann kann man sich kaum noch bewegen. Und das Beste: Zwei Wagen des Zugs bleiben leer, weil sich die Türen weder von außen noch von innen öffnen lassen.
In Frankfurt am Hauptbahnhof angekommen fällt erstmal die zusätzliche S-Bahn zum Sportfeld aus. Nicht schlimm. Im Tiefbahnhof läuft alles wie gewohnt und mit relativ viel Platz erreichen wir das Sportfeld. Das Spiel ist spannend, aber leider verliert die Eintracht 4:5. Nach dem Spiel ist erfahrungsgemäß die Rückfahrt zum Hauptbahnhof die heißeste Phase. Der Bahnsteig steht brechend voll. Es fährt fünfzehn Minuten keine S-Bahn. Als sie dann kommt haben wir natürlich genau eine Wagenlücke vor uns. Sabine hat Glück und wird in den Wagen geschoben. Lukas und ich kommen in diesen Wagen nicht mehr rein, finden aber am Ender der S-Bahn eine kleine Lücke und kommen so wenigstens mit demselben Zug am Hauptbahnhof an.
Weil der Zug nach Hause dort schon früh bereitgestellt wird, haben wir auf der Rückfahrt sogar einen Sitzplatz. Natürlich ist aber auch dieser proppenvoll. Klar wird auch warum, als es eine Durchsage gibt, dass dieser Zug heute einen Wagen weniger hat.

Wenn man das so mitbekommt fragt man sich, warum die Lokführer überhaupt streiken. Mit diesem Vorgehen macht die Bahn schon genug Probleme beim Reisen. Warum wird der Zug nicht länger gemacht als an „normalen“ Samstagen? Warum fährt vom Sportfeld nicht im 5-Minuten-Takt eine S-Bahn zum Hauptbahnhof? Und nein, das war keine Ausnahme. Das ist meiner Erfahrung nach immer so, wenn die Eintracht zu Hause spielt.

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