
Seit einigen Wochen habe ich eine Drohne (YUNEEC Q500 4K). Vier Mal war ich auch schon in der Luft und konnte mich mit dem Arbeitsgerät vertraut machen. Die Drohne verfügt über einen Smartmodus. Dann bewegt sie sich immer in die Richtung in die man den Steuerhebel der Fernbedienung bewegt. Soweit so schön, aber man sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall schnellstmöglich die Steuerung ohne dieses kleine Helferlein erlenen.
Beim ersten Flug bin ich extra ins Feld gefahren, weit weg von jeglicher Bebauung und jedem Hindernis. Es galt erstmal ein Gefühl für das Ansprechverhalten und die Bedienung zu bekommen. Nach den ersten zögerlichen Auf- und Abstiegen wurde ich mutiger. Es sollte ein Flug dicht über die Halme eines Feldes werden. Irgendwann verwechselte ich den Hebel für die Höhe mit der Flugrichtung, kam zu tief, blieb mit dem Landegestell in den Halmen hängen und stürzte, ohne Schaden zu nehmen, ab.
Gestern besuchten wir einen Gottesdienst. Ein Pflichttermin für alle (Vor-) Konfirmanden. Einige Reihen vor uns saß ein junger Mann. Währen des Gottesdienstes stand er einige Mal auf und verließ mit hängenden Schultern die Kirche. Er kam wieder hinein, setzte sich kurz um gleich darauf wieder rauszugehen. Augenscheinlich ging es ihm nicht gut. Und nach dem Gottesdienst konnten wir vor der großen Kirchentüre dann auch in Augenschein nehmen, was er vor der Türe gemacht hat. Übergeben hat er sich, mittenrein in den Bereich, wo die Kirchenbesucher die Kirche verlassen. Zwei große Flecken von frisch Erbrochenem liegen nun dort. Gut, man hätte als Verursacher mal einen Eimer Wasser holen und die Hinterlassenschaften wegspülen können. Oder man lässt es und zählt darauf, dass die Sache von den Kirchenbesuchern schön breit getreten und verteilt wird. Und das war dann auch der Fall.
Vor einigen Wochen war ich in einem Outletstore eines bekannten deutschen Sportartikelherstellers. Und das erste Mal seit längerem fand ich auf Anhieb (Lauf-) Schuhe, die mir wirklich gut gefielen. So gut, dass ich sie gar nicht zum Laufen sondern im Alltag anzog. Jetzt hege ich ja schon länger den Plan mal wieder mit dem Laufen anzufangen und so dachte ich mir am Wochenende ich könnte mir genau die Schuhe noch mal im Internet besorgen. Quasi ein Paar zum Laufen und eines weiter für den Alltag. Doch Pustekuchen, das Modell gibt es natürlich nicht mehr und der Nachfolger gefällt mir nicht mal halb so gut.
Doch gerade heute bekam ich einen Anruf und ich wurde zu einem Kundenbesuch nach München einbestellt. Und das der Werksverkauf auf dem Weg liegt komme ich so nun also doch vielleicht noch in den Genuss eins neuen Paar. Außerdem bräuchte ich noch ein Sportoberteil und eine kurze Sporthose. In beides wurden mir nämlich, genau wie in meinen Rucksack, Löcher gebrannt, als unsere Fans den Aufstieg unseres Teams in die Kreisoberliga mit dem Abbrennen von Bengalos feierte. Was soll’s, Opfer müssen gebracht werden.


Das dürfte jeder kennen, der mit Abgabeterminen zu tun hat. Je weiter der Abgabetermin in der Zukunft liegt, umso gelassener geht man mit der Aufgabe um. Und das allzu oft bis kurz vor dem Abgabetermin. Die stille Diskussion mit dem inneren Schweinehund, oder vor mir aus auch mit dem Engelchen und dem Teufelchen auf der Schulter geht dabei etwa so: „Noch sechs Wochen Zeit, das reicht es, wenn ich nächste Woche damit anfange“, „Noch drei Wochen Zeit, ich fange mal langsam an. Ich komme so gut vorwärts, da kann ich mir noch etwas Zeit lassen“, und schließlich: “Was, morgen ist Abgabetermin aber ich muss noch so viel dafür machen“.
Hut ab für alle, bei denen es nicht so oder so ähnlich abläuft. Gestern Abend hatten wir zu Hause die Heise Endphase bei einem Schulprojekt – eine Familienzeitung. Wochenlang predigt man, sie müsse mal fertig gemacht bzw. wenigstens mal damit angefangen werden. Und gestern kurz vor Torschluss fiel „uns“ dann ein, was noch alles gebraucht wird. Also noch mal in den Garten und ein Bild für das Titelblatt gemacht. Und dann noch dabei geholfen aus einem Verschlag von Word-Dateien ein einheitliches Dokument zu machen. Man hätte so viel aus dem Projekt machen können, aber mangels der Zeit und weil es nicht meins war, ist es nun so, wie es ist. Es wird reichen müssen.
Heute früh habe ich dann die Familienzeitung noch mit einer Ringbindung und einem klaren Deckblatt und einer starken Pappe als Rückseite versehen. Dann kann es morgen in der Schule abgegeben werden. Ein bisschen erstaunt war ich über die mangelnden Kenntnisse bei der Arbeit mit Microsoft Word. Besonders, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass es „Informatikunterricht“ an der Schule gibt. Bitte nicht falsch verstehen, die grundlegende Bedienung von Word ist vorhanden, aber wie man am besten ein umfangreiches Dokument erstellt nicht. Das würde bei so einem Projekt aber schon helfen.
„Das kann ich mir merken“, „Hier muss ich den Code nicht kommentieren“ und „Das finde ich schon wieder“ sind so Sätze, die sich früher oder später rächen. Manchmal kann sich Dinge tatsächlich merken, wie zum Beispiel die Funktionsweise von Quellcode oder einen Termin, den man sich nicht notiert hat. Doch meistens kommt es anders.
Man vergisst es einfach. Manchmal auch schon nach erstaunlich kurzer Zeit. Und dann sitzt man vor dem Quellcode und weiß eben nicht mehr so genau, wie er funktioniert. Da wäre ein geeigneter Kommentar schon super. Oder jemand ruft an und fragt nach wo man bleibt. Dann fällt einem der Termin zwar schnell wieder ein aber das ist dann zu spät.