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Grundlos aufgeregt…

Neulich morgen auf dem Weg zur Arbeit. Auf einmal überholen zahlreiche LKWs auf der Mittelspur und der Verehr wird für die frühe Uhrzeit ungewöhnlich dicht. Dann sehe ich etwa 800 m vor mir gelbe Blinklichter und Blaulicht. Die beiden Fahrzeuge fahren so, dass niemand überholen kann und werden immer langsamer, bis zum Stillstand. Kurz vor einer Auf- und Abfahrt. Jetzt stehen wir erstmal und man kann erahnen, dass auf unserer Spur LKWs gegen die Fahrtrichtung von der Autobahn runterfahren.

Stau

Ich fange an mich aufzuregen, warum man im Berufsverkehr die Autobahn für einen Schwertransport sperren muss, denn so sieht es für mich aus. Dann geht es nach etwa 10 Minuten weiter, Die Polizei und das Fahrzeug mit dem gelben Blinklicht verlassen die Autobahn. Kurz hinter der Auffahrt sehe ich dann den Grund für die Aktion: Ein LKW, mit 1800 Puten beladen, ist auf ein stehendes Fahrzeug der Autobahnmeisterei gekracht. Zum Glück wurde niemand schwerer verletzt. Da hätte ich mich ja auch gar nicht so aufregen müssen.

Zu viel Schnickschnack blendet

Gegen gutes Essen ist nichts einzuwenden. Aber man sollte doch wenigstens ehrlich sein. Warum darf Kartoffelbrei nicht mehr so heißen – sondern Kartoffelstampf? Vielleicht aus demselben Grund, warum der Hausmeister heute Facility Manager ist? Mein Eindruck ist, dass auf Biegen und Brechen versucht wird, aus etwas Normalen das Besondere zu machen. Koste es was es wolle. Dabei muss doch das Normale gar nicht schlecht sein.

Da wird dann aus der Salami auf der Pizza schnell mal die „Originale Tuffeltaff“ oder aus dem Käse ein „Italienischer Schnuffelschnaff“ – braucht kein Mensch aber es blendet und viele denken, das wäre Qualität oder etwas Besonderes. Geriebener Käse sind dann Flocken und eine Soße bekommt einen Namen, den man ohne ein Französischstudium nicht unfallfrei aussprechen kann. Und das alles scheint dann die Rechtfertigung für einen erhöhten Preis zu sein.

Versteht mich nicht falsch, es muss nicht immer Jägerschnitzel mit Pommes und Salat sein. Ich probiere auch gerne mal andere Sachen und wenn die Qualität stimmt, bin ich auch bereit, einen angemessenen Preis zu bezahlen. Aber nur, weil man sich für etwas Besonderes hält und den Gerichten tolle Namen verpasst, man aber in einer zugigen Gaststube, im Rauch der offenen Küche sitzt und die Jacke mangels Garderobe hinterher so riecht als hätte sie drei Jahre in einer Pommesbude gehangen oder nicht mal die Teller vorgewärmt sind und das Essen gemeinsam mit der Zugluft schnell auskühlen lässt, nicht mit mir. Da passt für mich Sein und Schein nicht zusammen. Da aber viele eine Empfehlung aussprechen scheint es sich um ein rein subjektives Problem zu handeln. Da kann ich aber mit leben – von mir wird es keine Empfehlung geben und auch kein weiterer Besuch.

Übrigens handelt es sich hier nicht um die Kritik an einem einzelnen Restaurant sondern um gesammelte Eindrücke aus mehreren Restaurantbesuchen in den vergangenen Monaten.

Das ist doch offensichtlich, außer für den Egoisten

Wir sind hier im Office ein kleines Team. Meistens nur vier bis sechs Kollegen und eigentlich kennt jeder das Geschirr, die Tassen oder Teekannen des anderen. Letztlich habe ich mir Wasser aufgesetzt und meine Teekanne schon aufgießfertig neben dem Wasserkocher platziert. Meine silberne Kanne kennt hier eigentlich jeder, dachte ich wenigstens. Allerdings muss ich mich geirrt haben. Denn ein Kollege kommt am späten Vormittag an die Arbeit, schnappt sich seine Pressstempelkanne (ihr ahnt wer es ist?). Ich ahne schon was passiert, bleibe aber ruhig an meinem Platz sitzen.

Er kommt ins Büro und fragt, ob das mein Wasser wäre, oder ob er es benutzen dürfe. Ja, es ist meins und nein, er darf es nicht haben. Andere Kollegen, so wie ich auch, hätten in dem Fall den Tee des Kollegen aufgegossen und für sich selbst neues Wasser aufgegossen. Aber vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel.

Wasser

Die Wege sind verworren

Am Sonntagabend klingelte mein Mobiltelefon. Es wurde eine mir unbekannte Mobilfunknummer angezeigt. So weit so gewöhnlich. Es war ein Anrufer aus Berlin, der meine Schleife für eine Akkreditierungskarte für einen Schwimmwettkampf verwendet wollte, aber hier verständlicherweise meinen Namen nicht nennen und auch keinen Link einfügen konnte.

Wir hatten ein nettes Gespräch und die die freundliche Nachfrage freute mich sehr und ich hatte kein Problem ihm so die Verwendung, auch ohne Namensnennung, zu gestatten.  

Kirchturmdenken oder wohin des Weges?

Meine Gewohnheit etwa alle zwei Stunden eine kleine Runde um den Block zu drehen, führt immer mal wieder zu komischen Begegnungen und Begebenheiten. So auch heute. Schon von weitem sieht man dem Auto an, dass der Fahre nicht weiter weiß und den Weg nicht kennt. Vielleicht weiß ich es schon vor ihm aber er wird mich sicher fragen.
Und tatsächlich wird der Wagen noch langsamer und die Scheibe wird herunter gelassen: „Entschuldigung, ich suche die Osterholzstraße“. Ich bin mir sicher, dass ich das schon mal gelesen habe aber wo. Er erzählt mir, wo er schon war und hingeschickt wurde und wo er nicht fündig wurde. Also werfe ich mein Smartphone an und als ich die Karte sehe klingelt es. Der Weg ist schnell beschrieben und er fährt und ich gehe weiter.
Im Laufen denke ich nach, er hat ja auch etwas von einer Firma erzählt aber da wo ich hin hingeschickt habe, sind nur Wohnhäuser. Wieder an der Arbeit angekommen fällt mein Blick zufällig auf das Straßenschild an der Kreuzung. Wie kann denn das sein hier ist die Osterholzstraße? Ein zweiter Blick in das Mobiltelefon schafft Klarheit. Wir sind unmittelbar an der Gemeindegrenze und die Osterholzstraße gibt es in jeder Gemeinde im Umkreis von etwa 800m. Ziemlich unglücklich das Ganze.

  1. Das habe ich mir aber ganz anders vorgestellt
  2. Hahn, da kräht er!
  3. Say your name
  4. Und wie geht es jetzt weiter?

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